Die Sechs steht als sanftmütiges Yin am äußersten Ende des Hindernisses. Trotzt sie der höchsten Gefahr und zieht weiter, häufen sich die Hindernisse.
Zieht sie nicht weiter, sondern kehrt um, folgt der Fünften und sucht Beistand bei der Dritten, so gewinnt sie die Hilfe starker Yang-Kräfte; darum erwächst ihr daraus Fülle und Größe. Das Wesen des Hindernisses ist Enge, Bedrängnis und Not; „Shuo“ bedeutet weite Größe und Fülle.
Kehrt man um, öffnet sich der Raum, und die Not weicht. Am Gipfel des Hindernisses liegt der Weg, der aus dem Hindernis herausführt.
Die Sechs auf oberstem Platz vermag aus eigener Yin-Schwäche nicht allein zu entkommen; gewinnt sie jedoch den Beistand des harten Yang, lässt sich das Hindernis lindern. Wer am Ende des Hindernisses Erleichterung findet, erlangt Heil.
Ohne die Kraft von starkem, mittigem und rechtem Yang vermag man dem Hindernis nicht zu entrinnen. „Fördernd ist es, den großen Menschen zu sehen“: Erblickt man am Ende des Hindernisses einen Menschen von erhabener Tugend, lässt sich die Not gemeinsam überwinden.
Der „große Mensch“ zielt auf die Fünfte, und der Sinn erschließt sich aus der Nachbarschaft der Linien. Die Fünfte ist von starkem Yang, mittig und recht, bekleidet den Herrscherthron und ist wahrhaft ein großer Mensch.
Bei der Fünften selbst wird das Verdienst der Überwindung nicht eigens gerühmt, doch für die Sechs auf oberstem Platz ist es förderlich, sie zu sehen – warum?
Man erwidert: Bei der Fünften wird es nicht genannt, weil sie mitten in der Kan-Gefahr weilt und keine Yang-Hilfe von außen hat, weshalb sie das Hindernis nicht vollends meistern kann.
Für die Sechs auf oberstem Platz jedoch, die am Ende der Not steht und dem tugendhaften Menschen begegnet, lässt sich das Hindernis lösen; darum ist es für sie förderlich.
Jede Linie schöpft ihren Sinn aus einem anderen Blickwinkel – ganz so, wie das Streben der Neun am Anfang in Zhun aufrecht ist, während die Sechs an zweiter Stelle sie als Räuber erachtet.
Keine der anderen Linien spricht von Heil, allein die Oberste verheißt es: Zwar stehen die anderen Linien recht und besitzen Vorzüge, doch vermag keine dem Hindernis zu entrinnen, weshalb es nicht zu vollem Heil reicht; allein die Oberste steht am Ende der Not, gewinnt weiten Raum und erlangt darum Heil.