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Hexagramm des Tages Sonntag, 9. August 2026: #3 Die Schwierigkeit am Anfang (屯)

Jeder Kalendertag entspricht deterministisch einem Hexagramm: seine Position in einer durchlaufenden 64-Tage-Rotation durch die König-Wen-Folge. Kein Wurf, kein Zufall.

Deutung

Das Hexagramm Chun beschreibt das Aufkeimen neuen Lebens inmitten von Widerständen, versinnbildlicht durch die Bewegung des Donners unter der abgründigen Tiefe des Wassers. Die klassische I-Ging-Tradition empfiehlt in dieser Anfangsphase, zunächst verlässliche Ordnungen aufzubauen und Verbündete zu gewinnen, statt unbesonnen voranzustürmen.

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Prompt-Vorschau
I-Ging-/BaZi-Lesungsanfrage (von eastalmanac.com).
Page: Daily hexagram 2026-08-09: #3 Die Schwierigkeit am Anfang.
Interpretieren Sie dies in zwei Schichten: 1) Strukturelle Evidenz: Dynamik der Linien oder Elementbalance. 2) Praktisches Urteil: klare, direkte Antwort auf die Frage, gefolgt von 2–3 konkreten Handlungsschritten (mit Verben beginnend) und besonnener Vorsicht. Weisheit zur Selbstreflexion. Quellseite:
https://eastalmanac.com/de/daily-hexagram/2026-08-09/

BaZi-Karte

In der BaZi-Betrachtung spiegelt sich hier die Dynamik von frischem Holz unter mächtigem Wasser wider, was einer starken Prägung durch Ressourcensterne bei noch zartem Selbst entspricht.

Nach traditioneller Auffassung vermag ein Übermaß an nährendem Wasser das junge Holz fortzuschwemmen, wenn stabilisierende Erdelemente fehlen. Kurz gesagt: Wie ein junger Spross im Platzregen benötigt die eigene Kraft nun festen Halt im Boden statt überstürzter Wachstumsversuche.

Westliches Geburtshoroskop

Astrologisch erinnert dieses Bild an die Reibung zwischen expansiven Impulsen und strukturierenden Begrenzungen, ähnlich einem Spannungsverhältnis zwischen Mars und Saturn.

Die Deutungstradition begreift solche Phasen als notwendige Reifeprüfung, die den Willen schärft und tragfähige Strukturen von bloßen Illusionen trennt.

Kurz gesagt: Gegenwärtige Verzögerungen sind keine Blockaden, sondern wertvolle Gelegenheiten zur sorgfältigen strategischen Feinjustierung.

I-Ging-Befragung

Mit dem Trigramm Zhen im Inneren und Kan im Äußeren zeigt das Hexagramm ein Voranschreiten in unübersichtlichem Terrain, begleitet von der Mahnung des Kernzeichens Po zur Schonung der Kräfte.

Die Spruchtradition betont den Wert von Beständigkeit und rät zur Festigung des Fundaments durch fähige Mitstreiter, warnt jedoch vor voreiligen Expeditionen.

Kurz gesagt: Halten Sie Ihre Schritte vorerst zurück und schaffen Sie verlässliche Strukturen, bevor Sie Neuland betreten.

Karriere

Im beruflichen Umfeld verweist dieses Zeichen auf eine Pionierphase, in der Tatendrang auf unfertige Prozesse und knappe Ressourcen trifft.

Gemäß der Maxime des wohlüberlegten Webens und Ordnens empfiehlt die Tradition, klare Abläufe zu etablieren und ein loyales Team um sich zu versammeln.

Kurz gesagt: Vermeiden Sie einsame Vorstöße im Beruf und konzentrieren Sie sich ganz darauf, belastbare Arbeitsbeziehungen aufzubauen.

Reichtum

Die finanzielle Disposition steht im Zeichen des Aufbaus, bei dem Investitionen getätigt werden müssen, während greifbare Rückflüsse noch auf sich warten lassen.

Klassische Wirtschaftsbetrachtungen raten angesichts der latenten Zehrung des Kernzeichens zur Schonung der Liquidität und zur Meidung spekulativer Risiken.

Kurz gesagt: Sichern Sie Ihr bestehendes Kapital und setzen Sie auf umsichtige Haushaltsdisziplin statt auf riskante Expansionen.

Liebe & Beziehungen

Zwischenmenschlich deutet die Konstellation auf keimende Gefühle hin, die jedoch durch Befangenheit oder ungünstige Begleitumstände gehemmt werden. Die überlieferte Weisheit legt nahe, dem Gegenüber mit Geduld zu begegnen und verbindliche Definitionen nicht übereilt zu erzwingen.

Kurz gesagt: Geben Sie der Zuneigung ausreichend Zeit zum Wachsen und schaffen Sie durch behutsames Kennenlernen echtes Vertrauen.

Gesundheit

Auf der energetischen Ebene verlangt das Zusammenspiel von Wasser und Holz Aufmerksamkeit für den freien Fluss der Vitalität und den Schutz vor Auskühlung oder Feuchtigkeit.

Traditionelle Gesundheitsschulen raten dazu, aufstrebende Kräfte nicht durch inneren Stress oder übertriebene Anstrengung vorzeitig zu verbrauchen. Kurz gesagt: Pflegen Sie Ihren Körper mit wärmenden Routinen, ausgewogener Erholung und maßvoller Bewegung.

Persönliches Wachstum

Die persönliche Entwicklung durchläuft ein Stadium des Aufbruchs, in dem geistige Impulse zwar reichlich vorhanden sind, praktische Erfahrung jedoch erst gesammelt werden muss.

Der Edle nutzt der Überlieferung nach solche Phasen des Übergangs, um das eigene Denken zu strukturieren und wesentliche Fertigkeiten zu vertiefen.

Kurz gesagt: Nehmen Sie anfängliche Orientierungslosigkeit gelassen an und nutzen Sie die Zeit, um an Ihren Kernkompetenzen zu feilen.

Kompatibilität

In partnerschaftlichen oder geschäftlichen Allianzen zeigen sich typische Anfangsreibungen, da Rollen und Kommunikationsmuster erst noch kalibriert werden müssen.

Die klassische Anleitung zur Einsetzung von Vertrauten betont, wie wichtig eine transparente Aufgabenverteilung und gemeinsame Werte sind. Kurz gesagt: Klären Sie Erwartungen frühzeitig und begegnen Sie einander auf Augenhöhe, um Reibungsverluste im Keim zu ersticken.

Schicksalsphasen

Der übergeordnete Lebensabschnitt markiert einen grundlegenden Neubeginn, der Ausdauer verlangt und die innere Standfestigkeit auf die Probe stellt. In zyklischen Deutungen gilt diese Zeit als Phase des Wurzelns, deren Früchte erst nach geduldigem Durchhalten sichtbar werden.

Kurz gesagt: Bewahren Sie Ihre Entschlossenheit bei jedem Einzelschritt, denn das gegenwärtige Durchhalten legt das Fundament für künftige Erfolge.

Jahreslesung

Das Jahresbild kündet von einem arbeitsreichen Auftakt, bei dem sich Ordnung und Stabilität erst nach anfänglichen Wirren im weiteren Verlauf einstellen. Das Orakel rät dazu, Bequemlichkeit hintanzustellen und sich unermüdlich um die Klärung der anstehenden Aufgaben zu bemühen.

Kurz gesagt: Stellen Sie sich auf ein forderndes Aufbaujahr ein, dessen Mühen sich durch nachhaltige Festigung bezahlt machen.

Namensanalyse

Namenskundlich empfiehlt das Hexagramm Chun Begriffe mit erdender, ordnender und stützender Bedeutung, um die aufstrebende Dynamik des Holzes zu zügeln und zu nähren. Traditionelle Resonanzlehren bevorzugen Schriftzeichen, die Ruhe und strukturelle Verlässlichkeit ausstrahlen.

Kurz gesagt: Wählen Sie Namen mit beständigem, bodenständigem Charakter, um dem Neuanfang eine feste Verankerung zu verleihen.

Datumswahl

Für die Zeitwahl begünstigt Chun Tage, die dem Entwerfen von Plänen, der Teamfindung oder der Grundsteinlegung dienen, nicht aber dem forcierten Vollzug. Die kalendarische Tradition schätzt an diesem Tag das sorgfältige Vorbereiten und das Ordnen der Details im Hintergrund.

Kurz gesagt: Nutzen Sie den gewählten Zeitpunkt zum Strukturieren und Prüfen von Vorhaben und verzichten Sie auf überstürzte Aktionen.

Feng Shui

Im Wohn- und Arbeitsraum verbindet dieses Hexagramm das östliche Holz mit dem nördlichen Wasser, was eine ungehinderte Zirkulation erfordert, um stagnierende Feuchte und Kälte zu bannen.

Klassische Raumlehren raten zu guter natürlicher Belichtung und freien Laufwegen, um das junge Yang wirkungsvoll zu stärken. Kurz gesagt: Schaffen Sie Ordnung und ausreichend Licht in Ihren Räumen, damit frische Energie ungehindert einziehen kann.

Referenzen

Originaltext

Urteil

Die Schwierigkeit am Anfang: Erhabenes Gelingen, fördernd durch Beharrlichkeit. Nicht handeln, um wohin zu ziehen; fördernd ist es, Fürsten einzusetzen.

Tuan-Kommentar

Die Schwierigkeit am Anfang: Das Feste und das Weiche treten erstmals in Verbindung, und Bedrängnis entsteht. Bewegung inmitten der Gefahr bringt erhabenes Gelingen durch Beharrlichkeit hervor.

Das Wirken von Donner und Regen erfüllt alles ringsum; himmlische Schöpfung liegt noch in Dämmerung und Wirren. Geboten ist es, Fürsten einzusetzen und nicht in Ruhe zu verharren.

Großes Bild

Wolken und Donner: das Bild der Schwierigkeit am Anfang. So ordnet der Edle das Gewebe und entwirrt die Fäden.

Klassischer Kommentar

Zhouyi BenyiUrteil

屯 (Lautung: zhūn): Zhèn und Kǎn sind beides Namen dreistrichiger Trigramme. Im Zhèn bewegt sich eine Yang-Linie unter zwei Yin-Linien, daher ist seine Tugend die Bewegung und sein Bild der Donner.

Im Kǎn ist eine Yang-Linie zwischen zwei Yin-Linien versunken, daher ist seine Tugend das Sinken und die Gefahr, und sein Bild sind Wolken, Regen und Wasser.

Zhūn ist der Name des sechsstrichigen Hexagramms (Die Schwierigkeit am Anfang); es bedeutet Mühsal und Bedrängnis, der Sinn des ersten Entstehens der Dinge, wenn sie noch nicht frei durchdrungen sind.

Daher gleicht das Schriftzeichen einem sprießenden Kraut (屮), das die Erde durchbricht und eben hervorkommt, sich aber noch nicht entfalten kann.

Dieses Hexagramm entsteht, indem Zhèn auf Kǎn trifft: Qián und Kūn treten erstmals in Austausch und begegnen Gefahr und Abgrund, daher heißt es Zhūn (Die Schwierigkeit am Anfang).

Zhèn (die Bewegung) ist unten, Kǎn (die Gefahr) ist oben – dies bedeutet, sich inmitten der Gefahr bewegen zu können.

Wer sich bewegen kann, vermag zwar Gelingen zu erlangen; weil man sich jedoch in der Gefahr befindet, ziemt es sich, das Rechte zu wahren und nicht übereilt voranzuschreiten.

Wer dies orakelt, dessen Orakelspruch lautet daher: Erhabenes Gelingen, fördernd ist Beharrlichkeit; doch darf man noch nicht vorschnell irgendwohin aufbrechen.

Überdies weilt die Neun am Anfang als Yang-Linie unter Yin-Linien und ist der Regent des Hexagramms; dies ist das Bild eines Weisen, der sich unter die Menschen herablässt, das Volk gewinnt und fähig ist zu herrschen.

Wer orakelt, um einen Fürsten einzusetzen, dem bringt dieses Treffen Heil.

Zhouyi BenyiTuan-Kommentar

難 (im fallenden Ton; im Bild zur Sechs auf zweiter Stelle ebenso). Anhand der beiden Trigrammkörper wird der Sinn des Hexagrammnamens erklärt: Der erste Austausch meint Zhèn; das Entstehen unter Mühsal meint Kǎn.

Anhand der Tugenden der beiden Trigrammkörper werden die Urteilsworte erklärt: Bewegung ist das Wirken von Zhèn; Gefahr ist das Wesen von Kǎn.

Von hier an abwärts folgt die Auslegung von »Erhabenes Gelingen, fördernd ist Beharrlichkeit«, welche die ursprüngliche Absicht von König Wen aufgreift.

Anhand der Bilder der beiden Trigrammkörper werden die Urteilsworte erläutert: Donner ist das Bild von Zhèn, Regen das Bild von Kǎn. »Himmlisches Schaffen« (天造) meint den Lauf des Himmels; »Dickicht und Dunkel« (草昧) bedeutet verworren, wirr und finster.

Wenn Yin und Yang sich verbinden, erheben sich Donner und Regen; Verworrenheit und Finsternis erfüllen den Raum zwischen Himmel und Erde.

Die Welt ist noch nicht gefestigt, Rang und Pflichten sind noch nicht geklärt; es ziemt sich, Fürsten einzusetzen, um zu ordnen und zu regieren, doch kann dies keineswegs schon eine Zeit des friedlichen Ausruhens genannt werden.

Dass hier die Linienbedeutung der Neun am Anfang nicht herangezogen wird, liegt daran, dass der Sinngehalte viele sind und hier nur einer vorläufig hervorgehoben wird.

Zhouyi BenyiGroßes Bild

Dass bei Kǎn nicht von Wasser, sondern von Wolken gesprochen wird, deutet darauf hin, dass der freie Durchgang noch nicht erreicht ist. Ordnen und Fügen (經綸) gleicht dem Wirken mit Seidenfäden: »Jīng« bedeutet, die Fäden zu spannen, »lún«, sie zu ordnen.

Die Zeit der Anfangsschwierigkeit ist die Stunde, da der Edle tatkräftig wirken muss.

Yichuan YizhuanUrteil

Im Xùguà Zhuàn (der Reihenfolge der Hexagramme) heißt es: Nachdem Himmel und Erde da waren, entstanden daraus alle Wesen. Was den Raum zwischen Himmel und Erde erfüllt, sind allein die zehntausend Wesen; daher folgt darauf Zhūn (Die Schwierigkeit am Anfang).

Zhūn bedeutet Fülle, Zhūn bedeutet das erste Entstehen der Wesen.

Wenn alle Wesen erstmals entstehen, sind sie noch geballt und unausgereift, daher erfüllen und verstellen sie den Raum zwischen Himmel und Erde; gelangt alles erst zu freiem Wuchs und üppiger Entfaltung, so schwindet dieses Verstellthaben.

Himmel und Erde bringen alle Wesen hervor; Zhūn ist der Beginn des Lebens der Wesen, daher folgt es unmittelbar auf Qián und Kūn. Betrachtet man die beiden Bilder, so bedeutet das Aufsteigen von Wolken und Donner das erste Sich-Verbinden von Yin und Yang.

Betrachtet man die beiden Trigrammkörper, so beginnt Zhèn die Verbindung unten, und Kǎn beginnt die Verbindung in der Mitte. Wenn Yin und Yang sich verbinden, werden Wolken und Donner daraus.

Wenn Yin und Yang erstmals in Austausch treten, antworten einander Wolken und Donner, doch haben sie sich noch nicht zu befruchtendem Nass (Regen) gefügt; darum ist es Zhūn. Hätten sie sich bereits zu Regen gefügt, so wäre es bereits Xiè (Die Befreiung).

Überdies bedeutet das Sich-Bewegen inmitten der Gefahr den Sinn von Zhūn. Wenn Yin und Yang gar nicht verkehren, entsteht Pǐ (Die Stagnation); wenn sie erstmals verkehren, der Fluss sich jedoch noch nicht frei entfaltet hat, entsteht Zhūn.

Zeitlich gesehen ist dies die Zeit der Weltenmühsal, in der Friede und Gedeihen noch nicht verwirklicht sind. Zhūn birgt den Weg zu erhabenem Gelingen in sich; wie man sich darin verhält, erfordert förderliche, feste Beharrlichkeit.

Wie vermöchte man ohne feste Beharrlichkeit die Schwierigkeit am Anfang zu meistern? In der Zeit des Zhūn darf man noch nicht unbedacht aufbrechen. Wie könnte die Mühsal der Welt mit bloßer Einzelkraft bewältigt werden?

Man muss sich weithin Beistand und Hilfe sichern, daher ist es fördernd, Fürsten einzusetzen.

Yichuan YizhuanTuan-Kommentar

Betrachtet man die beiden Bilder von Wolke und Donner, so bedeutet dies das erste Ineinanderwirken des Festen und des Weichen. Betrachtet man die beiden Trigrammkörper Kǎn und Zhèn, so bedeutet dies Bewegung inmitten der Gefahr.

Wenn das Feste und das Weiche erstmals aufeinandertreffen und noch kein freier Durchgang besteht, so herrscht Bedrängnis; darum heißt es: »Mühsal entsteht«. Auch das Bewegen inmitten der Gefahr macht den Sinn dieser Bedrängnis aus.

Was »erhabenes Gelingen und Beharrlichkeit« genannt wird: Wenn Donner und Regen sich regen, wird die Welt erfüllt.

Wenn Yin und Yang erstmals aufeinandertreffen, ist der Weg noch dornig und ohne freien Durchgang; gelangen sie jedoch zu Eintracht und Harmonie, so werden sie zu Donner und Regen, die den Raum zwischen Himmel und Erde erfüllen, und das Werden der Wesen vollendet sich.

Zhūn trägt somit den Weg zu erhabenem Gelingen in sich. Dass es aber zu erhabenem Gelingen führt, rührt allein von der Beharrlichkeit her; wer nicht fest beharrt, wie könnte der aus der Schwierigkeit am Anfang entkommen?

Das Verweilen des Menschen in Zhūn birgt den Weg zu großem Gelingen, doch liegt es gänzlich in fester Beharrlichkeit beschlossen. Der vorangehende Text sprach vom Sinn des Hervorbringens der Wesen durch Himmel und Erde; hier geht es um die zeitlichen Zeitumstände.

»Himmlisches Schaffen« bezeichnet das Walten der Zeitläufte; »Dickicht und Dunkel« meint Wirrnis ohne Ordnung und finstere Unklarheit. Trifft man auf solche Zeitläufte, ziemt es sich, Beistand einzusetzen, um die Mühsal zu überwinden.

Doch selbst wenn man Fürsten zur eigenen Unterstützung einsetzt, muss man voll Sorge, Fleiß und Ehrfurcht walten und darf nicht müßig ruhen; dies ist die tiefe Mahnung des Heiligen.

Yichuan YizhuanGroßes Bild

Dass Kǎn hier nicht Regen, sondern Wolken genannt wird, liegt daran, dass Wolken zwar Regen verheißen, dieser aber noch nicht gefallen ist. Dass der Regen noch nicht zustande kam, begründet eben die Schwierigkeit am Anfang.

Betrachtet der Edle das Bild von Zhūn, so ordnet und fügt er die Angelegenheiten der Welt, um die Mühsal zu meistern. »Jīng, wěi, lún, qī« (Kettfäden, Schussfäden, Stränge und Fügen) meint planvolles, ordnendes Wirken.

Zhouyi ZhuUrteil

Das Feste und das Weiche treten erstmals in Austausch, darum heißt es Zhūn (Die Schwierigkeit am Anfang). Täten sie es nicht, entstünde Stagnation (Pǐ); darum birgt Zhūn großes Gelingen. Bei großem Gelingen schwindet die Gefahr, daher heißt es: »Fördernd ist Beharrlichkeit«.

Voranzuschreiten vermehrte nur die Schwierigkeit. Findet man einen Herrscher, kehrt Ruhe ein.

Zhouyi ZhuTuan-Kommentar

Es beginnt in Gefahr und Mühsal, gelangt zu erhabenem Gelingen und vollendet sich in Lauterkeit; darum heißt es: »Die Schwierigkeit am Anfang wirkt erhabenes Gelingen, fördernd ist Beharrlichkeit«.

Die Regung von Donner und Regen bringt erst die Fülle hervor; all dies wird bewirkt durch das erste Zusammentreffen von Festem und Weichem. Das Wesen von Zhūn kennt keine Ruhe, darum ist es »fördernd, Fürsten einzusetzen«.

Zhūn ist die Zeit, da Himmel und Erde ihr Schaffen beginnen; der Anbeginn der Schöpfung hebt an in finsterer Dämmerung, darum heißt es »Dickicht und Dunkel«.

Verweilt man in der Stunde dieses ersten Schaffens, so gibt es unter allen heilsamen Wegen nichts Besseres, als »Fürsten einzusetzen«.

Zhouyi ZhuGroßes Bild

Die Zeit, da der Edle ordnet und fügt.

Zhouyi ZhengyiUrteil

Die wahre Bedeutung (Zhengyi) lautet: Zhūn bedeutet Mühsal. Wenn das Feste und das Weiche erstmals zusammentreffen, entsteht Mühsal; weil sie einander zum ersten Mal begegnen, heißt es: »Zhūn bedeutet Mühsal«.

Weil durch das erste Sich-Treffen von Yin und Yang Mühsal herrscht und aus dieser Mühsal heraus alle Dinge zu großem Durchgang gelangen, heißt es »erhabenes Gelingen« (yuán hēng).

Wenn alle Wesen zu großem Gelingen finden, erlangen sie Nutzen und rechte Lauterkeit, daher heißt es: »fördernd ist Beharrlichkeit« (lì zhēn).

Jedoch stehen die vier Tugenden des Hexagramms Zhūn den vier Tugenden von Qián (Das Schöpferische) nach: Bei Zhūn bedarf es erst des erhabenen Gelingens, und erst durch das Gelingen wird Beharrlichkeit förderlich; die vier Tugenden von Qián hingegen umfassen alles von selbst.

Hier heißt es zudem: »Nicht gebrauchen, um irgendwohin aufzubrechen«, und gesondert: »Fördernd ist es, Fürsten einzusetzen«; es ist also nicht wie bei Qián, wo schlechterdings alles förderlich ist.

Vorstehendes erläutert die natürlichen vier Tugenden von Zhūn, die der Heilige zum Vorbild nehmen soll.

Die wahre Bedeutung lautet: »Nicht gebrauchen, um irgendwohin aufzubrechen; fördernd ist es, Fürsten einzusetzen« – da es eine Zeit der Mühsal ist, in der die Ordnung der Welt erst begründet wird und die Dinge noch unruhig sind, ist es heilsam, Fürsten einzusetzen, um ihnen Frieden zu bringen.

Diese beiden Sätze erklären die menschlichen Handlungen.

Zhouyi ZhengyiTuan-Kommentar

Vom »Tuàn Zhuàn« bis zu »großes Gelingen und Beharrlichkeit«.

Die wahre Bedeutung lautet: »Zhūn: Das Feste und das Weiche treten erstmals in Austausch, und Mühsal entsteht« – dieser Satz erklärt den Namen Zhūn: Die beiden Kräfte des Festen und des Weichen wollen erstmals zueinanderfinden, doch haben sie einander noch nicht durchdrungen, ihre Gesinnung hat noch nicht zueinandergefunden, daher »entsteht Mühsal«.

Haben das Feste und das Weiche sich erst verbunden, so stehen alle Dinge in freiem Fluss, und es gibt keine Mühsal mehr. Allein im ersten Augenblick des Austauschs herrscht Mühsal, darum heißt es: »Das Feste und das Weiche treten erstmals in Austausch, und Mühsal entsteht«.

»Sich bewegen inmitten der Gefahr: großes Gelingen und Beharrlichkeit« – dies erklärt die vier Tugenden. Kǎn ist die Gefahr, Zhèn ist die Bewegung; Zhèn steht unter Kǎn, das bedeutet Bewegung inmitten der Gefahr.

Die erste Bewegung geschieht in der Gefahr, darum regt sich die Mühsal unaufhörlich; weil man jedoch im Begriff steht, der Gefahr zu entrinnen, erlangt man »großes Gelingen und Beharrlichkeit«.

Großes Gelingen meint das erhabene Gelingen (yuán hēng); dass »Förderung« hier nicht eigens genannt wird, rührt daher, dass der Nutzen der Beharrlichkeit innewohnt, weshalb schlicht von »großem Gelingen und Beharrlichkeit« gesprochen wird.

»Die Regung von Donner und Regen bringt Fülle« – Die wahre Bedeutung lautet: Meister Zhou sagt: »Dieser Satz greift die Erklärung des Gelingens nochmals auf.« Zhūn birgt zwei Bedeutungen: die eine ist Mühsal, die andere Fülle.

Oben wurde mit dem ersten Austausch des Festen und Weichen die Mühsal des Zhūn erklärt, hier wird nun anhand der beiden Bilder von Donner und Regen die Fülle dargelegt.

Dies besagt: Wenn die beiden Kräfte von Donner und Regen erstmals zusammenwirken und sich regen, um alle Wesen zu nähren, so entsteht Fülle, und eben dies ist der Sinn des Gelingens.

Dass das Gelingen nochmals ausgelegt wird, geschieht, weil in Zeiten der Mühsal ein Gelingen unstatthaft scheint; aus Sorge, der Sinn des Gelingens bliebe unverstanden, wird er eigens verdeutlicht. Von hier an abwärts wird das natürliche Bild von Zhūn erörtert.

Zum Kommentar »Die Regung von Donner und Regen bringt erst die Fülle«: Die wahre Bedeutung lautet: Meister Zhou und Meister Chu sagen: »Dies erklärt das Gelingen; wenn alle Wesen von Fülle erfüllt sind, herrscht Gelingen.« »All dies wird bewirkt durch das erste Zusammentreffen von Festem und Weichem«: Die Regung von Donner und Regen ist eben jenes erste Zusammentreffen von Yin und Yang.

Auch dass alle Wesen von Fülle erfüllt werden, wird durch Yin und Yang bewirkt, daher heißt es: »All dies wird bewirkt durch das erste Zusammentreffen von Festem und Weichem«.

Betrachtet man die Mühsal des Zhūn, so ist Kǎn Gefahr, worauf sich oben »Sich bewegen inmitten der Gefahr« bezog. Betrachtet man das freie Gelingen, so ist Kǎn Regen und Zhèn Bewegung, worauf sich hier »Die Regung von Donner und Regen« bezieht.

Je nach Sinngehalt wird das entsprechende Bild gewählt, denn der Sinn ist vielgestaltig. Von »Himmlisches Schaffen in Dickicht und Dunkel« bis »kennt keine Ruhe«: Die wahre Bedeutung lautet: Dies erklärt »fördernd ist es, Fürsten einzusetzen«.

»Dickicht« meint das erste Entwerfen und Begründen, »Dunkel« meint Finsternis und Verborgenheit. Dies besagt, dass der Himmel beim ersten Entwerfen aller Dinge gleichsam in einer Zeit der Dämmerung und Finsternis weilt.

In solch einer dämmernden Zeit soll der Herrscher dieses Hexagramm Zhūn zum Vorbild nehmen: Er soll Fürsten einsetzen, um die Geschöpfe aller Himmelsrichtungen zu hegen, und darf sich nicht untätig zurücklehnen.

Diese beiden Sätze legen den Sinn von Zhūn anhand menschlicher Belange aus. Zum Kommentar »Das Wesen von Zhūn kennt keine Ruhe«: Die wahre Bedeutung lautet: Weil diese Wirrnis und Gefahr im Wesen unruhig sind, ist es »fördernd, Fürsten einzusetzen«.

Zu »Der Anbeginn der Schöpfung hebt an in finsterer Dämmerung«: Dies entspricht dem himmlischen Schaffen in Dickicht und Dunkel.

»Dickicht« trägt den Sinn des allerersten Entwerfens; »hebt an in finsterer Dämmerung« bedeutet, dass die Form der Wesen bei ihrer ersten Schöpfung noch nicht hervorgetreten und ihre Gestalt noch nicht sichtbar ist, weshalb sie in dunkler Verborgenheit weilen.

Zhouyi ZhengyiGroßes Bild

Die wahre Bedeutung lautet: »Jīng« meint Kett- und Schussfäden, »lún« meint Hauptseil und Stränge.

Dies besagt: Wenn der Edle dieses Bild von Zhūn zum Vorbild nimmt für eine Zeit des tatkräftigen Handelns, ordnet und fügt er die Welt und bindet die Dinge in rechte Ordnung ein; daher heißt es: »Der Edle ordnet und fügt«.

Yao Xin sagt: »Lún meint das Hauptseil, um Kette und Schuss zu weben.« Dies betrifft das Werk des Edlen, trifft aber nicht den vollen Sinn.

Wenn Liu Biao und Zheng Xuan sagen, »lún« sei für »lún« (Untergang/Versenken) zu nehmen, so entspricht dies nicht Wang Bis ursprünglicher Absicht.

Quellen

I Ging · #3 Die Schwierigkeit am Anfang → Almanach zu diesem Datum →