Guai bedeutet entschlossene Härte. Die Fünf besitzt reine Schöpferkraft und bekleidet den höchsten Thron; sie verlässt sich ganz auf ihre feste Entschlossenheit und setzt ihren Willen durch. Handelt man so, bleibt es selbst bei Wahrung des Rechten gefahrvoll.
Die Weisen des Altertums nahmen den höchsten Thron auf Erden ein; ihre Helle leuchtete über alles hin, ihre Kraft reichte zum Entschluss, ihre Macht zur Vollmacht – dennoch schöpften sie stets den Rat der Welt aus; selbst die geringste Stimme von Holzsammlern nahmen sie an, und darin lag ihre Weisheit begründet.
Er nimmt den Thron ein und strahlt im Lichte; verlässt er sich jedoch eigensinnig auf seine Schärfe und entscheidet rücksichtslos, so bleibt dies selbst bei äußerlicher Richtigkeit ein gefahrvoller Weg. Ließe sich darauf beharren?
Besitzt jemand Festigkeit und Geist und maßt sich an, allein zu herrschen, wandelt er schon in Gefahr; wieviel mehr erst jener, dem es an Schärfe und Festigkeit mangelt!
Im Buch der Wandlungen trägt die Wendung »Beharrlichkeit bringt Gefahr« je nach Gua einen anderen Sinn, wie man durchweg sieht. Das Bild sagt: Entschlossenes Auftreten, Beharrlichkeit bringt Gefahr: Die Stellung ist zwar die Richtige Position (dangwei).
Die Warnung vor entschlossenem Auftreten ergeht, weil sie die Hoheit innehat. Wer auf dem höchsten Throne weilt, sich auf unumschränkte Macht stützt und rücksichtslos entscheidet, ohne Scheu zu kennen, wandelt selbst bei rechtem Streben auf gefahrvollem Pfad.