Von »Neun an zweiter Stelle« bis »Beharrlichkeit eines im Verborgenen Lebenden bringt Heil«.
Das Zhengyi erklärt: »Ein ebener, gebahnter Pfad« bezeichnet das Bild von Glätte und Leichtigkeit. Neun an zweiter Stelle verweilt als Yang auf Yin-Platz und übt sich in Demut; weil sie zurückzuweichen versteht, ist ihr »Pfad eben und gebahnt«, frei von Fährnis und Not.
»Beharrlichkeit eines im Verborgenen Lebenden bringt Heil«: Da keine Fährnis droht, erlangt der im Verborgenen Ruhende Heil, wenn er das Rechte wahrt.
Zum Kommentar »Der Weg des Auftretens schätzt Demut« bis »bringt mit Recht Heil«: Das Zhengyi erklärt: Auftreten schätzt Demut, denn erst wer sich bescheidet, vermag auf Erden sicher zu wandeln. Auftreten meint auch Sitte, darum »schätzt es Demut«.
»Sie weilt im Inneren und wahrt die Mitte; Verborgenheit und Offenbarkeit sind ihr eins« besagt: Auftreten meidet Überfülle; als Yang auf Yin-Platz ehrt sie die Tugend der Demut.
»Im Inneren weilen und die Mitte wahren« bedeutet, Treue als Richtschnur zu wählen, ohne das Äußere als Ehre und das Innere als Schmach zu werten.
Weilt sie draußen, bewahrt sie ebenso die Mitte und weicht demütig zurück; im Herzen wiegen Verborgenheit und Glanz gleich schwer, darum heißt es: »Verborgenheit und Offenbarkeit sind ihr eins«.
»Im Verborgenen beharrlich zu sein, bringt mit Recht Heil«: Weil sie im Inneren Trigramm in der Mitte steht, heißt es »im Verborgenen«. Demut, gepaart mit der Mitte, ist wahre Lauterkeit. Wer im Verborgenen diese Lauterkeit wahrt, dem gebührt wahrhaft Heil.