Das Warten rührt daher, dass die Gefahr vor einem liegt; man harrt der Zeit und schreitet erst dann voran. Sechs auf oberstem Platz verweilt am Ende der Gefahr; gelangt etwas an sein Ende, so schlägt es um.
Am äußersten Ende des Wartens angelangt, erlangt man es nach langem Harren. Das Yin findet seinen Halt auf der Sechs und ruht gelassen an seinem Ort; daher heißt es ‚Man fällt in die Höhle‘, denn die Höhle ist ein Ort der Rast.
Hat man dort stillgehalten und Rast gefunden, so treffen unvermeidlich die Nachfolgenden ein: Mit den ‚drei uneingeladenen Gästen‘ sind die drei Yang-Kräfte von unten gemeint.
Die drei lichten Yang-Kräfte des Himmelszeichens Qian sind keine Wesen, die dauerhaft unten verharren; sie haben der rechten Zeit geharrt, um voranzudringen.
Da das Warten nun vollendet ist, drängen sie alle gemeinsam empor; ‚uneingeladen‘ meint, dass man sie nicht herbeirufen musste, sondern dass sie von selbst erscheinen.
Hat Sechs auf oberstem Platz ihren Ruheplatz gefunden und empfängt das Herannahen der Schar harter Kräfte ohne Neid, Missgunst oder feindseligen Eifer, sondern mit tiefster Aufrichtigkeit und Ehrerbietung – wie sollten selbst die Ungestümsten sich an ihr vergehen?
Darum folgt am Ende Heil. Manch einer zweifelt: Darf ein Yin-Strich über drei Yang-Kräften als sichere Ruhe gelten?
Es heißt: Die drei Yang-Striche bilden den Schöpferleib Qians, dessen Sinn einzig auf das Emporsteigen gerichtet ist; der oberste Platz des Yin ist nicht das eigentliche Ziel ihrer Begierde, daher hegen sie keine Absicht des Kampfes.
Begegnet man ihnen mit Hochachtung, so folgt Heil.