Zhouyi BenyiUrteil
Das Stillehalten bedeutet Anhalten. Eine lichte Linie hält oben über zwei schattenhaften Linien inne; das Lichte steigt von unten empor und hält am obersten Gipfel an.
Sein Bild ist der Berg; es nimmt die Erde des Zeichens Kun und wölbt ihren Gipfel auf – auch dies birgt den Sinn des Haltens am Gipfel ohne weiteres Voranschreiten.
Der Orakelspruch besagt: Nur wer das Stillehalten im Rücken zu vollziehen vermag, sodass er seinen Leib nicht mehr spürt, und wer in seinen Hof tritt, ohne seine Leute wahrzunehmen, der bleibt frei von Makel.
Denn der Körper ist ein Ding der Bewegung; allein der Rücken steht für das Stillehalten. Hält man im Rücken inne, so hält man an dem an, wo Halt geboten ist; hält man an, wo Halt geboten ist, so folgt man der Regung des Leibes nicht mehr. Dies heißt: seinen Leib nicht mehr haben.
Handelt man so, dann nimmt man, selbst wenn man über den Hof schreitet, wo Menschen weilen, niemanden wahr.
Denn das Stillehalten im Rücken, sodass man den Leib nicht spürt, bedeutet: im Stillstehen stillehalten; über den Hof zu schreiten, ohne die Menschen zu sehen, bedeutet: im Gehen stillehalten.
Bewegung wie Ruhe finden ihren rechten Ort, und beides wurzelt in der Stille; darum bleibt man frei von Makel.