Die Neun auf dem vierten Platz nimmt mit Yang-harter Begabung die höchste Stellung der Diener ein. Findet sie beim Folgen reichen Fang, so bringt dies selbst bei Rechtschaffenheit Unheil.
‚Fang haben‘ meint hier, dass man die Herzen der Welt an sich bindet und sie einem nachfolgen. Der Weg eines Untertanen gebietet es, Gnade und Hoheit allein vom Herrscher oben ausgehen zu lassen, sodass alle Herzen dem Fürsten folgen.
Wenn die Herzen der Menschen jedoch dem Diener nachfolgen, so ist dies der Weg von Gefahr und Argwohn, weshalb Unheil droht. Wie soll man sich an einem solchen Orte verhalten?
Nur wenn lauterste Wahrhaftigkeit sich im Inneren sammelt, jede Handlung dem rechten Weg entspricht und man mit hellsichtiger Weisheit verweilt – welcher Makel könnte dann noch bleiben?
Unter den Alten gab es jene, die dies verwirklichten: Yi Yin, der Herzog von Zhou und Zhuge Liang.
Sie alle ließen ihre Tugend auf das Volk wirken, und das Volk folgte ihnen; dass sie die Gefolgschaft des Volkes gewannen, diente allein dazu, das Werk ihres Herrschers zu vollenden und dem Staate Frieden zu schenken.
Ihre vollkommene Aufrichtigkeit weilte im Herzen – dies ist ‚Wahrhaftigkeit besitzen‘. Was immer sie ins Werk setzten, traf genau das Maß des Weges – dies bedeutet ‚auf dem rechten Weg sein‘.
Nur weil sie weise und hellsichtig waren, vermochten sie so zu wirken – dies meint ‚durch Klarheit‘. Welcher Fehltritt, welcher Makel könnte da noch bestehen?
Daher vertrauten die Unteren, und die Oberen hegten keinen Argwohn; obwohl ihr Rang der höchste war, entstand kein Verdacht, den Herrscher zu bedrängen; obwohl ihre Macht gewaltig war, verfielen sie nicht in anmaßende Willkür.
Wäre man kein Heiliger oder überragender Weiser, vermöchte man dies nicht.
Ihm nachfolgend stand in der Tang-Zeit Guo Ziyi: Seine Erhabenheit erschütterte den Herrscher, doch der Herrscher argwöhnte nicht; auch dies rührte daher, dass in seinem Inneren lautere Treue wohnte und sein Wandel frei von schwerem Tadel blieb.
Wer außer einem hellsichtigen Weisen könnte derart handeln? Das Bild sagt: ‚Folgen hat Fang‘ – dem Sinne nach bedeutet dies Unheil. ‚Wahrhaftigkeit auf dem Weg‘ ist das Verdienst der Klarheit.
Nimmt man den dem Fürsten nahen Platz ein und findet reichen Fang, so bedeutet dies dem Sinne nach gewiss Unheil; vermag man jedoch Wahrhaftigkeit zu wahren und auf dem Weg zu bleiben, so ist man frei von Makel, was ganz dem Verdienst weiser Klarheit entspringt.