Vom Kleinen Bild »Das Unterlegen mit weißem Riedgras« bis zu »Nichts, was nicht förderlich wäre«.
Die rechte Bedeutung lautet: Zu »Die welke Pappel treibt Schösslinge«: »Welk« meint ausgetrocknet und erstorben; »Schössling« bezeichnet die Blüte und die zarten Triebe der Weide und Pappel.
Neun an zweiter Stelle verweilt mit Yang-Wesen an einem Yin-Platz; sie vermag ihr gewöhnliches Maß zu übersteigen und das Schwache und Hinfällige zu retten.
Oben besitzt sie keine Entsprechung, ihr Herz hegt keinen Geiz; weilt sie in der Zeit des Großen Übergewichts und vermag diesen Weg zu wandeln, so gibt es kein schwindendes Wesen, das nicht gerettet würde.
So erstarkt das Verfallene von Neuem – gleich einer verdorrten Pappel, die frische, kräftige Schösslinge treibt, oder einem gealterten Mann, der ein junges Mädchen zur Frau nimmt.
Dass »nichts ist, was nicht förderlich wäre«, besagt: Um das Schwache zu retten und das Hinfällige emporzuheben, gibt es nichts Vortrefflicheres als dies. Wandelt man hiernach, so gereicht alles zum Segen.
Zum Kommentar von »Ti bezeichnet die Schösslinge der Pappel« bis »entspricht diesem Sinn«.
Die rechte Bedeutung lautet: Ti meint die Fruchtstände und Triebe der Weidenpappel, darum heißt es: »die Blüte der Pappel«.
Zu »Indem sie als Yang-Kraft an einer Yin-Stelle verweilt, vermag sie über ihre eigene Wurzel hinauszugreifen und das Schwache zu retten«: Verweilte Yang an einer Yang-Stelle, so verbliebe es in seinen angestammten Schranken; weilt Yang nun aber an einer Yin-Stelle, so überschreitet es sein angestammtes Maß, um das weiche Yin zu erretten.
Zu »Ist das Alter im Übermaß, so verdorrt man; ist die Jugend im Übermaß, so ist man unreif«: Übersteigertes Alter führt zum Verdorren, übersteigerte Jugend zu Unreife.
»Schenkt der Alte von seinem Alter an die Jugend ab, so wächst die Unreife heran« besagt, dass der alte Mann von seinen Jahren abgibt und sich der jungen Frau zuwendet, wodurch die junge Frau gefördert wird und gedeiht.
»Teilt die Jugend ihre Frische mit dem Alten, so erblüht das Verdorrte wieder« besagt, dass die junge Frau von ihrer Jugend an den alten Mann abgibt; empfängt der alte Mann dies, so gleicht er dem verdorrten Holz, das aufs Neue Schösslinge treibt – darum heißt es: »so erblüht das Verdorrte wieder«.
Zu »Da Guo bedeutet äußersten Verfall, doch diese Linie ist zu voller Kraft gelangt; mit höchster Stärke dem äußersten Verfall beizustehen, entspricht diesem Sinn«: Dieses Hexagramm Da Guo verdeutlicht seinem Wesen nach, dass höchste Kraft dem äußersten Verfall beisteht, nicht aber, dass der Verfall die Stärke mindern solle.
Darum merkt Wang Bi ausdrücklich an: »mit höchster Stärke dem äußersten Verfall beistehen«.
Wenn das Kleine Bild sagt »Im Übermaß kommen sie zueinander«, so liegt darin: Weil höchste Stärke dem tiefsten Verfall aufhilft – gleichwie die junge Frau dem alten Gatten beisteht –, sagt man im übertragenen Sinne, der alte Mann mindere sein Alter für die Jugend, so wie der äußerste Verfall seine Hinfälligkeit mindere und der Kraft zufließe.
In Wahrheit aber verhält es sich so nicht.