Der genaue Wortsinn von haohao ist nicht völlig gesichert; betrachtet man jedoch Sinn und Klang, so ähnelt es dem lauten Klagen oder einem angespannten, strengen Zügeln. Die Neun an dritter Stelle steht oben im inneren Trigramm und waltet über die Führung des Inneren.
Als Yang verweilt sie auf festem Platz und entbehrt der Mitte; sie besitzt zwar ihre richtige Position, neigt aber zu übermäßiger Härte. Wird das Innere mit allzu großer Schärfe geführt, so schlägt es in bittere Strenge um; daher braust die Familie zürnend auf.
Führt man das Haus allzu unnachgiebig, so lässt sich mancher Schmerz nicht vermeiden; daher gereut einen gewiss die harte Strenge, da zwischen Fleisch und Blut die Liebe die Strenge überwiegen sollte.
Obwohl solche Härte Reue weckt und noch nicht das rechte Maß zwischen Milde und Schärfe trifft, bewirkt sie doch, dass das Haus geordnet und ehrerbietig bleibt und Ehrfurcht herrscht – dies bleibt immer noch heilsam für das Haus.
Wenn jedoch Frau und Kind albern kichern und tändeln, führt dies schließlich zur Schande. Im Gua selbst gibt es kein Bild für das Kichern; es wird dem Zürnen gegenübergestellt, um zu zeigen: Ehe man in Zügellosigkeit verfällt, ist es besser, allzu streng zu sein.
Albernes Kichern ist maßloses Lachen und Vergnügen; zügellose Ausgelassenheit stürzt das Haus schließlich ins Verderben, was beschämend ist.
Allzu große Strenge schmerzt zwar das menschliche Herz; wo aber Zucht aufgerichtet und die Sitten gewahrt bleiben, da bleiben auch Pflicht und Liebe bewahrt. Zügelloses Kichern hingegen zerstört alle Ordnung und verwirrt die Sitten – wie sollte man da ein Haus erhalten?
Treibt man das Kichern zu weit, so bringt es Unheil und den Untergang des Hauses; hier wird es nur als beschämend bezeichnet, weil das Äußerste der Beschämung zwar ins Unheil führt, man es aber noch nicht vorschnell als Verderben bezeichnen will.