Die Dritte ist weich und steht weder in der Mitte noch auf rechtem Platz; dies bedeutet, dem Wahn zu verfallen. Zudem richtet sich ihr Wille auf die Sechs oben; dies ist Begierde und somit gleichfalls Wahn. Auf dem Weg der Unschuld bedeutet dies Unglück und Schaden.
Die verkehrten Regungen des Menschen rühren stets von Begierden her; wer aber aus Begierde trügerisch handelt und etwas erlangt, muss unausweichlich auch verlieren.
Selbst wenn er etwas erwirbt, das ihm nützt, so ist der Schaden durch seine verblendete Regung bereits übergroß – wie viel mehr erst, wenn noch Unheil und Reue folgen! Der Weise sieht den trügerischen Gewinn und erkennt sogleich, dass der Verlust ihm genau entsprechen wird.
Daher knüpft der Heilige an das Bild des Wahns der Sechs an dritter Stelle an und erhellt die Ordnung mit den Worten: »Unschuldiges Unheil: Jemand bindet ein Rind an; des Wanderers Gewinn ist des Bürgers Unheil.« Dies besagt: Wenn jemand wie die Dritte trügerisch handelt, so bricht über die Unschuld Unglück und Schaden herein.
Gesetzt den Fall, man gewänne etwas, so folgt der Verlust auf dem Fuße – wie wenn jemand ein Rind anbindet (»jemand« meint eine angenommene Fügung): Bindet jemand ein Rind fest und der Wanderer nimmt es mit, so meint dieser, einen Gewinn gemacht zu haben; doch dass der Bürger sein Rind verliert, ist Unheil.
Hätte der Bürger stattdessen ein Pferd angebunden gefunden, so hätte der Wanderer das Pferd verloren und den Schaden gehabt. Dies besagt: Wo ein Gewinn ist, ist auch ein Verlust; man darf dies keineswegs für einen wahren Gewinn halten.
Wanderer und Bürger stehen bloß dafür, dass Gewinn und Verlust einander ablösen, nicht für ein bestimmtes Gegenüber.
Dem unrecht erlangten Glück folgt das Unheil auf dem Fuße; dem trügerischen Gewinn entspricht der spätere Verlust vollkommen; daher kann von einem echten Gewinn keine Rede sein. Weiß der Mensch dies zu beherzigen, so wird er sich nicht zu trügerischem Tun verleiten lassen.