Die Neun an dritter Stelle steht oben auf Li: das Äußerste an Helle. Sie ist stark und schreitet voran. Die Sechs oben steht oben auf Kun: das Äußerste an Finsternis.
Vollendete Klarheit weilt unten und bildet die Spitze des Unteren; vollendete Finsternis thront oben an äußerster Stelle. Sie stehen einander als Widerpart gegenüber; das Licht schickt sich an, das Dunkel zu vertreiben. Gleicht dieser Sinn nicht den Taten von Tang und Wu?
Der Süden liegt vorn und ist die Himmelsgegend des Lichts. Die Jagd meint das Ausziehen, um Unheil und wilde Tiere zu bannen. „Jagd im Süden“ bedeutet, nach vorn zu schreiten und das Unheil auszumerzen.
Man wird das große Haupt erbeuten: Das große Haupt meint den Anführer der Finsternis, die Sechs oben. Die dritte und die oberste Linie entsprechen einander genau: das Bild, wie vollendete Helle die tiefste Finsternis bezwingt.
„Man darf die Beharrlichkeit nicht übereilen“: Den Erzfrevler zu strafen ist das eine; doch alteingewurzelte Laster und schändliche Sitten lassen sich nicht im Handumdrehen wandeln – es bedarf des allmählichen Übergangs.
Wandelt man sie allzu hastig, erfasst die Menge Furcht und Schrecken.
Darum heißt es im Buch der Urkunden im Mahnwort gegen den Wein: „Wenn die Diener und Vorsteher der Yin sich ganz dem Weine hingeben, so tötet sie nicht sogleich, sondern belehrt sie erst.“ Und nach langer Zeit hieß es noch immer: „Die alten Gebräuche sind noch nicht völlig erloschen.“ Eingewurzelte Gewohnheiten lassen sich eben nicht jäh umstoßen.
Darum heißt es: „Man darf die Beharrlichkeit nicht übereilen“ – die Wiederherstellung des Rechten duldet keine Hast.
Obgleich die Sechs oben nicht auf dem eigentlichen Herrscherplatz steht, ist sie als Gipfel der Finsternis die Meisterin der Umnachtung; daher nennt man sie das große Haupt.